Jugend und Vereinen. Der Platz an der neuen Ortsverwaltung wurde offiziell mit Vertretern aus St.Veit eingeweiht. In der Politik verändern sich aber mit der Zeit Personen und Meinungen. Die in der Verwaltung hängende gemeinsam unterzeichnete Urkunde verblasste immer mehr. Als schließlich die Kommission und Etat aufgelöst werden sollten, setzten sich Privatpersonen und Mitglieder aus Verwaltung und Ortsbeirat zusammen und gründeten 1997 gemeinsam einen Verein, den Partnerschaftsverein Mainz-Kostheim – St.Veit e.V.

Der Verein alleine, ohne tätige und finanzielle Unterstützung der politisch Verantwortlichen stieß jedoch bald schon an seine Grenzen – auch konnte man beispielsweise den vorgesehenen St-Veit-Saal in Kostheim nicht aus eigenen Mitteln und Beiträgen finanzieren. Es wurde dann aber immer ruhiger und die erwarteten Aktivitäten der Gegenseite blieben ebenso aus, wie zwischenzeitlich die eigenen. Nach der letzten Reise, 1999, wurde es noch ruhiger. Es war also höchste Zeit und wohl letzte Möglichkeit, etwas für die gemeinsamen kulturellen Interessen zu tun. Alle Aufrufe, auch über Presse und Ortsbeirat, sowie eine Reihe persönlicher Anschreiben, nicht einmal über den günstigen Preis konnten weitere Teilnehmer oder politische Mandatsträger für den Besuch der Partnerstadt bewegt werden.Vielleicht gerade deshalb wurde die Reise zu etwas Besonderem.
Die 25 Reiseteilnehmer waren offensichtlich rundum zufrieden. Durch die guten Vorarbeiten und Planungen von Jürgen Kreitmann, aber auch Pünktlichkeiten aller Mitreisenden (und natürlich dem Fahrer Willi), führten dazu, dass alle vorgesehen Programmpunkte fast minutiös pünktlich und ausgiebig wahrgenommen werden konnten. Man amüsierte sich schon nach der langen Anreise, dass man 2 Minuten „zu spät“ in der Pension am Kraiger See ankam.

Freitag, nach dem Frühstück fuhr die Gruppe (natürlich pünktlich) nach Friesach, einer mittelalterlichen Stadt unweit von St.Veit zur Besichtigung einer Leinenweberei und der alten Stadt mit Stadtmauern, Kirchen, historischen Gebäuden und Burgen. Ab 14 Uhr war dann im Rathaus der Stadt St.Veit die offizielle Begrüßung mit Vertretern aller Parteien und dem Bürgermeister Gerhard
Mock. Auch er sprach sich für künftig bessere Kontakte der Partnergemeinden aus und überreichte allen Gästen eine Armbanduhr, die ständig an St.Veit erinnern soll. Die 25 Kostheimer tragen diese Uhr seitdem wie eine Auszeichnung. Zusätzlich lud der Bürgermeister zu einem Besuch auf den Wiesenmarkt – zu einer Fahrt mit dem Riesenrad und anschließendem Umtrunk in einem der Festzelte. Am Samstag führte das Programm in das Rathaus nach Klagenfurt, der Partnerstadt von Wiesbaden. Überraschend begrüßte man die Gäste dort mit Chorgesang. Danach wurden nicht nur die Gäste aus Mainz-Kostheim sondern auch der Gesangverein aus Wiesbaden-Biebrich begrüßt, der ebenfalls an diesem Tag zu Gast in Klagenfurt war. Und gemeinsam durften sich alle Gäste dann in das goldene Buch der Stadt Klagenfurt eintragen. Wie bestellt besserte sich das Wetter nach dem Stadtrundgang und die Gruppe konnte die Bootsfahrt auf dem Wörthersee auf dem Sonnendeck genießen. Der Zwischenstopp in Maria Wörth wurde für das leibliche Wohl und einer Fahrt zum Pyramidenkogel benutzt.
Herrlicher Sonnenschein und gute Weitsicht begeisterte die Teilnehmer, die sich auf den Aussichtsturm bringen ließen. Die nächste
Überraschung war dann, dass für die Weiterfahrt nach Velden das Motorschiff "Wiesbaden" bereit stand. Nach dem Abendessen in gemütlicher Runde sprach man über die täglichen Aktivitäten und war mehr als zufrieden mit dem Programm für jeden Geschmack und auch dem Wetter. Automatisch kam man sich näher und es bildeten sich immer mehr Freundschaften innerhalb der Reisegruppe. Am Sonntag besuchten die Kostheimer Reisenden die römischen Ausgrabungen am Magdalenenberg. Eine bewusste Programm-Änderung führte die Gruppe zunächst zum Dom in Maria Saal bevor man den restlichen Nachmittags auf dem Wiesenmarkt verbrachte.

Der Tag der Rückfahrt brachte als Überraschung dann noch Schneefall, rundum auf den Bergen. Bei der kleinen Rast auf einem Platz in den hohen Tauern bauten einige der Mitfahrer kleine Schneemännchen. Die Rückreise, unterbrochen durch Mittagspause, „Vesper“ und „Beine vertreten“, brachte dann aber wegen Staus auf der Autobahn die bisher so genaue Planung zum wanken und bei der Ankunft in Kostheim hatte man dann tatsächlich mehr als eine Stunde Verspätung.

Freundschaftlich und in bester Stimmung, vielleicht etwas
müde, trennten sich am Montag Abend die Teilnehmer der fünftägigen Reise nach Kärnten.

 

Peter Harms

 

 

Reisebericht der Busfahrt nach St.Veit 
 2.10. bis 6.10.2003

Freundschaftlich und in bester Stimmung, vielleicht etwas müde, trennten sich am Montag Abend die Teilnehmer der fünftägigen Reise nach Kärnten. Der Partnerschaftsverein Mainz-Kostheim – St.Veit hatte die Reise mit 25 Mitgliedern und Freunden unternommen, um die Beziehungen zur Partnerstadt zu festigen und auch um der Gruppe die Stadt St.Veit und Umgebung näher zu bringen.

Politiker aller Parteien hatten vor 14 Jahren die freundschaftlichen Beziehungen beschlossen und den Vertrag mit St.Veit unterzeichnet. Die eigens eingerichtete St.Veit-Kommission bemühte sich in den Anfangsjahren ausgiebig um Kontakte zwischen Parteien,

 Reise nach St.Veit - 2003