Heimatmuseum

Ein überraschender “Kostheimer” Fund in Mainz-Lerchenberg

 

 

 

 

Gefallenendenkmal der Quintinspfarrei im Kopfe. Dass es hierzu nicht kam, ist ein anderes und zudem trauriges Kapitel.
Jahre später wohnte Schmitt mit seiner Frau Maria in der Mainzer Straße und wurde dort 1944 ausgebombt. Sein Atelier in der Reduitkaserne blieb weitestgehend erhalten. Erst 1949 kehrte er aus seinem Notquartier in Kiedrich wieder nach Mainz zurück und fand mit seiner Frau Aufnahme bei den Franziskanerinnen im Bilhildiskloster in Mainz heute Alten- und Pflegeheim Bilhildis.
Jakob Schmitt war nach Auskunft derer, die ihn kannten, ein freundlicher und dankbarer Mensch. So wundert es nicht, dass er aus Dankbarkeit den Franziskanerinnen die Skulptur des Franziskuskopfes schenkte.
Alles weitere besitzt nur die Qualität einer großen Wahrscheinlichkeit, weil Belege nicht vorliegen: Ich vermute, dass zur Gründung der Pfarrei St. Franziskus die Franziskanerinnen zu diesem Anlass die Schmitt-Skulptur der Pfarrei als Geschenk übergaben. Weshalb dann aber der Franziskuskopf im Erdreich versank, ist ohne Spekulationen offensichtlich nicht mehr zu klären.
Heute steht der Kopf unübersehbar auf einer schönen Steinsäule inmitten des Gemeindezentrums. Dafür danken wir sicher auch im Sinne von Jakob Schmitt der Pfarrei St. Franziskus und insbesondere den Pfarrmitgliedern, die mit viel Gespür für Kunst und mit großem Engagement einer Jakob-Schmitt-Skulptur zu einem würdigen Platz verhalfen.
 

 

 



Ein altes Foto zeigt Jakob Schmitt
in seinem Kostheimer Atelier -
im Hintergrund
der Franziskuskopf...
 

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Ein überraschender
“Kostheimer” Fund in
Mainz-Lerchenberg

Auf welchen verschlungenen Umwegen kam wohl ein Werk des blinden Bildhauers Jakob Schmitt in den Boden am Lerchenberg?

Es müssen schon sonderbare Wege gewesen sein, die den „St.Franziskus“ bis zu seinem jetzigen Standort im Pfarrzentrum „Sankt Franziskus“ führten.
tru / Vor nicht allzu langer Zeit erlebten Mitglieder der katholischen Pfarrei St. Franziskus in Mainz-Lerchenberg beim Ausbau ihres Pfarrzentrums eine Überraschung.: Bei Bodenarbeiten stieß man die gut erhaltene Skulptur eines übergroßen St.-Franziskus-kopfes - und dies ausgerechnet im Grund und Boden der St. Franziskus-Pfarrei. Das konnte kein Zufall sein! Aber niemand wusste genau, wie es dazu kam.
Eine Information lieferte der Kopf selbst: Er trug die Inschrift“ St.Franziskus“ und J. Schmitt.
Kein Zufall war es wohl, dass in dieser Zeit das Kostheimer Heimatmuseum durch die Eröffnung der wohl größten Dauerausstellung der noch existierenden Skulpturen des blinden Künstler Jakob Schmitt bekannt wurde. Und so fand wochenlang später ein Ehepaar der Gemeinde St. Franziskus den Weg ins Heimatmuseum Kostheim, mit dem Ergebnis, dass wiederum ein paar Monate später der Vorsitzende des Heimatvereins einen mit Dias unterstützten Vortrag im Pfarrzentrum von St. Franzirkus hielt.
Wie kam nun der Franziskuskopf auf den Lerchenberg? Jakob Schmitt modellierte 1925 diesen überlebensgroßen Kopf in seinem beengten Atelier in der Schiersteiner Straße in Kostheim-Siedlung. Nach seinen eigenen, von seiner Frau schriftlich niedergeschriebenen Äußerungen, war dies sein erster, übergroßer Kopf als Studien-vorbereitungen zu späteren über-großen Figuren. Pläne und erste Modelle hierzu hatte Schmitt schon seit langem für ein
 

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