Heimatmuseum

Amphoren

 

 

 


 

Kam nun eine Amphore Wein aus Italien oder eine mit (Oliven)öl oder garum aus Spanien an ihrem Bestimmungsort in unseren Breiten an, wurde sie im Keller ein Stück weit eingegraben als Vorratsgefäß weiter verwendet.
Was nun die Amphore im Heimatmuseum enthielt und woher sie einst kam, wissen wir nicht, da das „Etikett“ nicht erhalten ist.
Außer zur Bezeichnung des zweihenkligen meist spitzbodigen Transport- und Vorratsgefäßes, war der Begriff amphora bei den Römern eine Hohlmaß–Einheit, die dem Volumen des Behälters entsprach.

Eine amphora entspricht heute etwa 26,196 Litern.

Zur Verdeutlichung der römischen Maß-Einteilung, die nicht unserem heutigen Dezimal-System entspricht, eine Tabelle römischer Hohlmaße für Flüssigkeiten (z.B. Wein)
 

Links: Typische Ölamphore zum Transport von Olivenöl aus Spanien
Mitte: Typische Amphore für Wein aus Italien
Rechts: Amphore, in der z.B. garum (Fischsoße) aus Spanien importiert wurde
Bild Mitte: Rekonstruktion eines römischen Vorratskellers, Ausgrabungsstätte am Magdalenenberg in Kärnten/Österreich
Bild rechts: Restaurierte Amphore im Heimatmuseum Kostheim

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Amphoren
Thomas Frey

Amphoren waren in der Antike Vorrats- und Transportgefäße meist aus Ton. Aber auch solche aus Metall und selten auch aus Glas sind belegt. Sie lassen sich bis ins 4. Jahrhundert v.Chr. Zurück verfolgen.
In römischer Zeit dienten sie vor allem dem Transport von Wein und (Oliven)öl aber auch Getreide und Hülsenfrüchte, sowie die Fischsoße garum wurden in diesen Behältern transportiert.
Mitunter konnte man schon an ihrer Form erkennen, was die Amphore enthielt. So wurden im 1. und 2. Jahrhundert n.Chr. hohe schlanke Amphoren in der Regel für Wein verwendet. Schon im 2. Jahrhundert beginnend, vor allem dann im 3. und 4. Jahrhundert wurde der Wein vornehmlich in Holzfässern transportiert, da dies eindeutig wirtschaftlicher war.
Gedrungene bauchige Amphoren enthielten meist (Oliven)öl.
Angaben zum Inhalt einer Amphore sowie dessen Herkunft und Produzent waren, wie wir das von heutigen Transportbehältern (Flaschen, Kanister, Eimer, Fässer) her kennen, aus dem "Etikett" zu ersehen. Dies konnte bei den Römern eine Inschrift (eingeritzt oder aufgemalt), ein Stempel oder ein angehängtes Schild sein.
War der Gefäßkörper auch von unterschiedlicher Form, so besaßen alle Amphoren zwei Henkel und der Boden lief in den meisten Fällen spitz zu.
 

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