Heimatmuseum

Museumshof erhält letzten Schliff

Am Tag der der Eröffnung der Sonderausstellung will der Heimatverein außerdem mit neuen Öffnungszeiten die Attraktivität des Museums an der Hauptstraße erhöhen. So sollen die Sammlungen, die einen Einblick in die Historie des Stadtteils von der römischen Antike bis zur Sozialgeschichte um die Jahrhundertwende bieten, versuchsweise nicht mehr an den Sonntag- vormittagen, sondern nachmittags zu sehen sein. Dabei wolle sich der Heimatverein an den Erfahrungen des Museums in Hochheim orientieren, wo an den Nachmittagen mehr Besucher kämen und prüfen, ob sich diese Regelung auch in Kostheim bewähre.

Um eine bessere Außendarstellung bemüht sich der Heimatverein nicht nur im Museum, sondern auch in den neuen Medien. Als verbesserungsbedürftig bewertete Vorstandssprecher Peter Harms die Präsentation des Kostheimer Museums auf den Seiten der Stadt im Internet. Die knappen Hinweise auf die Episode vom „arm' Kind aus Kostem“ und auf die Öffnungszeiten würden der Arbeit des Heimatvereins nicht gerecht. Auf den Wunsch, dass die Stadt auf ihrer Homepage wenigstens einen Verweis auf die stets auf den neuesten Stand gebrachte Internet-Seite des Heimatvereins anbringen solle, habe der Verein keine Antwort erhalten. Martin Schmidt vom Pressereferat der Stadt begründete dies mit dem Hinweis auf die laufenden Vorbereitungen zu einem neuen Internet-Auftritt. Elektronische Seiten mit niedrigen Zugriffszahlen würden nicht mehr gepflegt, um sich das Geld für die für Ende September vorgesehene neue Präsentation im Internet zu sparen. Die moderne Kon- zeption löse die Mitte der 90er Jahre auch von der Stadt übernommenen üblichen Formen der Selbstdarstellung ab und ersetze sie durch eine Orientierung am Bürgerservice. Bisher seien die Angebote der Stadtteil- Museen unter der Rubrik Sehenswertes in knappen Abrissen nachzulesen.

Mit Blick auf den neuen Internet-Auftritt sei es natürlich interessant, was die Heimatvereine den Bürgern kulturell anzubieten hätten. Deswegen stünde die Stadt dem Wunsch, sich mit neuen Texten an der vom Pressereferat ent- worfenen und von einer Agentur umgesetzten Internet-Konzeption zu beteiligen, aufgeschlossen gegenüber.

 

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Museumshof erhält
 letzten Schliff

Heimatverein plant
Skulpturengarten und
will Öffnungszeiten ändern
Allgemeine Zeitung, Rhein-Main-Anzeiger
 vom 17.07.2001

 


 
zel. KOSTHEIM – Nicht mehr allzu lange brauchen Kunstinteressierte aus Kostheim warten, bis sie einen Einblick in das Werk des 1955 verstorbenen Bildhauers Jakob Schmitt erhalten: Mit einer auf Dauer angelegten Sonderausstellung im Museumshof will der Heimatverein in der Zeit ab Ende September, spätestens im Frühjahr 2002, eine Auswahl der teilweise überlebensgroßen Arbeiten des blinden Künstlers in den Blickunkt der Kulturszene rücken.

Nach Angaben von Öffentlichkeitsarbeiter Peter Harms erhält der Museums- hof momentan den letzten gestalterischen Schliff, damit die bronzenen Skulp- turen in einem ansprechenden Ambiente präsentiert werden können. Momentan sei die Privateigentümerin des Grundstücks, die Stadt Mainz, damit befasst, den Hof herzurichten. Wenn die Rankgitter für Kletterpflanzen ange- bracht seien, werde der Heimatverein Vorkehrungen treffen, damit die Kunstobjekte einen sicheren Stand haben. In die Sonderausstellung im Freien würden natürlich nur Bronzeplastiken aus dem Nachlass von Jakob Schmidt gezeigt.

Eine größere Anzahl von Gipsabgüssen, die überwiegend fragmentarisch in Form von Büsten und Köpfen ausgeführt seien, könnten die Besucher nach der Sommerpause im Museum sehen, allerdings in einer für die Sammlung nicht ganz überzeugenden Umgebung.

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